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Unterrichtsqualität
Konzept zur Verbesserung der
Unterrichtsqualität an der Grundschule Eschershausen Die internationalen Schulleistungsuntersuchungen haben
deutlich gemacht, dass vor allen Dingen eine Veränderung des Unterrichts
erforderlich ist, damit Kinder und Jugendliche den Anforderungen der
Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts gerecht werden können. Die Entwicklung
der Unterrichtsqualität gehört daher zu den zentralen Aufgaben der
Qualitätsentwicklung von Schule. Die Verbesserung der Unterrichtsqualität zielt
im Kern auf einen Wandel von der Stofforientierung zur Entwicklung von
Kompetenzen, die lebenslanges Lernen sichern und Anpassung an zukünftige
Herausforderung ermöglichen[1]. Zentrale Ziele sind: 1.)Verbesserung der Lernkompetenzen von
Schülerinnen und Schülern, damit sie zunehmend fachliche sowie
fächerübergreifende Frage- und Problemstellungen eigenverantwortlich und selbst
gesteuert bearbeiten können[2]. 2.)Befähigung der Lehrkräfte, ihren
Unterricht auf der Grundlage der fachdidaktischen Anforderungen vielseitiger
anzulegen und durch die Bereitstellung eines breiteren Angebots an
Lernstrategien die Entwicklung der Lernkompetenzen von Schülerinnen und
Schülern zu fördern[3]. Im Leitbild der Grundschule Eschershausen wird unter der
Rubrik „Leitsätze zur Unterrichtsarbeit“ auf die Wichtigkeit des
eigenverantwortlichen bzw. selbst gesteuerten Lernens ebenso wie auf das
handlungsorientierte Lernen und auf die nach seinen Fähigkeiten bestmögliche
Entwicklungsförderung eines jeden Kindes hingewiesen und zeigt den Stellenwert
dieser Aspekte. Nach der Durchführung der ersten Schulinspektion an unserer
Schule Ende 2007 wurde deutlich, dass in den Teilkriterien 4 (Lehrerhandeln im
Unterricht – Stimmigkeit und Differenzierung des Unterrichts) und 5
(Lehrerhandeln im Unterricht – Unterstützung eines aktiven Lernprozesses) des
Inspektionsberichtes einige Aspekte noch nicht genügend entwickelt waren und
Veränderungen/Verbesserungen erfolgen müssen. Hier ging es insbesondere um die
Berücksichtigung des Problem lösenden Denkens im Unterricht, um denAspekt der Differenzierung, der Mediennutzung (auch
Computer), der Förderung des selbstständigen Lernens sowie der Partner- und
Gruppenarbeit.
Nach der Auswertung des Inspektionsergebnisses wurde als
erste Maßnahme in diesem Bereich mit der kompletten Überarbeitung des
Methodenkonzeptes begonnen. Das bisherige Konzept war nicht ausreichend in die
schuleigenen Arbeitspläne eingebunden und stellte damit auch nicht die nötige
Verbindlichkeit in der Durchführung her. Erschwerend kam hinzu, dass auch die
Arbeitspläne einer ständigen Überarbeitung und Neuorientierung seitens des
Kultusministeriums unterworfen waren und eine über einen zumindest etwas längeren
Zeitraum gültige Fassung kaum herzustellen war. In der nunmehr vorliegenden Überarbeitung wird die
Einführung der Lehr- und Lernmethoden in den Unterrichtsfächern Deutsch,
Mathematik und Sachunterricht vorgenommen. Eine Verankerung in den schuleigenen
Arbeitsplänen der jeweiligen Fächer ist durchgeführt worden. Auf eine einmal
eingeführte Methode kann dann in allen Fächern zurückgegriffen werden. In
tabellarischer Form stehen die „fächerübergreifenden Methodenkompetenzen“ im
Methodenkonzept zur Verfügung. Die zweite Maßnahme bestand in der Überarbeitung des
Medienkonzeptes, wobei der Aspekt der digitalen Informationstechniken einen
erheblich höheren Stellenwert erfahren, der Einsatz der so genannten „alten
Medien“ aber ebenfalls entsprechende Beachtung behalten sollte. Das vorrangige
Ziel stellt die Anbahnung der Schlüsselqualifikation „Medienkompetenz“ dar.
Gerade in diesem Bereich können auch weitere Kompetenzen wie das selbstständige
Lernen, das Problem lösende Lernen oder das Lernen „im Team“ (Partner- oder
Gruppenarbeit) gefördert werden. Auch der Aspekt der Differenzierung kann hier
eine entsprechende Rolle spielen. Von Themen wie „das Betriebssystem hochfahren“ über
„Einführung und Nutzung eines Schreibprogramms“bis hin zu „Nutzung der vorhandenen Lernprogramme“ oder „das Internet
als Informationsquelle nutzen“ werden viele Problemstellungen bearbeitet und
durch den zusätzlichen Einsatz der „alten Medien“ (z. B. „Nutzung von
Nachschlagewerken zur Informationsbeschaffung“) noch unterstützt. Die Themen
sind aufeinander aufbauend auf die Klassenstufen eins bis vier verteilt und
finden sich in den schuleigenen Arbeitsplänen wieder. Eine Querverbindung zum
Methodenkonzept wurde ebenfalls beachtet und hergestellt. Das fertige Medienkonzept liegt seit Ende 2009 vor. Ebenfalls Ende 2009/Anfang 2010 wurde als
Evaluationsmaßnahme eine Befragung bei den Schülerinnen und Schülern sowie bei
den Erziehungsberechtigten zu verschiedenen Themen des Schullebens
durchgeführt. Hierbei spielte auch der Bereich des Unterrichts eine besondere
Rolle, wobei nach den im Unterricht gestellten Anforderungen, nach den
Unterrichtsmethoden, nach dem Anteil der „eigenen Aktivitäten“ sowie nach einem
abwechslungsreichen Unterricht gefragt wurde. Die Ergebnisse waren auch hier noch nicht zufrieden stellend
(siehe „Ergebnisse aus der Befragung 2009“). Eine weitere Qualifizierung im
Bereich der „Verbesserung der Unterrichtsqualität“ war/ist geboten. Für die Zeit der Schuljahre 2010/2011 und 2011/2012 sind
nunmehr folgende Maßnahmen geplant: 1.)Fortbildungen des gesamten Kollegiums
zum Thema „Verbesserung der Unterrichtsqualität“. Hierbei sollen folgende
Punkte besondere Beachtung finden: - Lehrerhandeln im Unterricht –
Unterstützung eines aktiven Lernprozesses - Lehrerhandeln im Unterricht –
Zielorientierung und Struktur des Unterrichts - Lehrerhandeln im Unterricht –
Stimmigkeit und Differenzierung des Unterrichts 2.)Fortbildungen zum Thema „Methodeneinsatz
im Unterricht“. Hierbei soll insbesondere eine Verbindung mit unserem
Methodenkonzept hergestellt und Strategien für dessen Umsetzung gefunden
werden. 3.)Fortbildung zum Thema „Einsatz des
Laptops mit Internetanschluss und des Medienwagens incl. Beamer“. Wie im Medienkonzept beschrieben,
wird in jeder Klasse eine Medienecke eingerichtet, die u. a. auch ein Laptop
mit Internetzugang beinhaltet. Durch den Anschluss eines Beamers, der auf einem
Medienwagen transportabel zur Verfügung steht, können die Internetseiten auch
auf der Klassenprojektionswand angesehen werden. Die Fortbildung soll alle
Kolleginnen und Kollegen in die Lage versetzen, mit den Geräten umzugehen und
sie in ihrem Unterricht zielgerichtet einzusetzen. 4.)Evaluation zum Thema „Lehrerhandeln im
Unterricht“. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrkräfte
nach der Durchführung der genannten Fortbildungsmaßnahmen zu folgenden Themen
befragt werden: - Lehrerhandeln im Unterricht –
Unterstützung eines aktiven Lernprozesses - Lehrerhandeln im Unterricht –
Zielorientierung und Struktur des Unterrichts - Lehrerhandeln im Unterricht –
Stimmigkeit und Differenzierung des Unterrichts Weiterhin soll die
Umsetzung/Anwendung der schulinternen Arbeitspläne, des Methodenkonzeptes sowie
des Medienkonzeptes evaluiert werden. Auch hier wird ein Abgleich der
Ergebnisse aus Befragungen der Kinder und der Lehrkräfte vorgenommen. [1] Vgl. Niedersächsisches
Kultusministerium: Niedersächsisches Konzept zur Verbesserung der
Unterrichtsqualität. Hannover 2007, S. 2 [2] Vgl. Niedersächsisches
Kultusministerium: Niedersächsisches Konzept zur Verbesserung der
Unterrichtsqualität. Hannover 2007, S. 4 [3] Vgl. Niedersächsisches
Kultusministerium: Niedersächsisches Konzept zur Verbesserung der
Unterrichtsqualität. Hannover 2007, S. 4 |
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